Eine schmerzhafte Niederlage mussten die Bundesligavolleyballer des TSV Mühldorf am vergangenen Samstag beim Auswärtsspiel gegen den TSV Mimmenhausen hinnehmen. In einer Partie, im Kampf um den Anschluss an das Mittelfeld von großer Bedeutung gewesen wäre, unterlagen die Mühldorfer mit 1:3 (15:25, 17:25, 31:29, 23:25) und verpassten damit die Chance, wichtige Punkte mitzunehmen.
Dabei hatte man sich im Mühldorfer Lager deutlich mehr erhofft. Nach einer zweiwöchigen Winterpause und dem zuletzt starken Sieg gegen den Erzrivalen TSV Grafing wollte die Mannschaft den positiven Schwung mitnehmen – doch davon war zu Beginn der Partie wenig zu sehen.
Der Start in die Begegnung verlief aus Mühldorfer Sicht äußerst enttäuschend. Im ersten Satz fand der TSV kaum ins Spiel, agierte in Annahme und Angriff zu fehleranfällig und musste den Durchgang deutlich mit 15:25 abgeben. Auch im zweiten Satz änderte sich das Bild kaum: Mimmenhausen spielte konsequent, während Mühldorf weiterhin die nötige Durchschlagskraft fehlte. Das Resultat war ein erneuter klarer Satzverlust mit 17:25.
Zur Wende kam es erst im dritten Satz – auch personell. Der erst 18-jährige Leo Rester übernahm für Kacper Kalucki die Diagonalposition und brachte sofort neue Energie ins Spiel. Mit mutigen Angriffen und großer Entschlossenheit war er ein wichtiger Faktor beim knappen 31:29-Satzerfolg, für den er nach der Partie verdient mit dem MVP-Titel ausgezeichnet wurde.
Ebenfalls maßgeblich zur Leistungssteigerung trug Mittelblocker Nikolai Gastell bei. Er überzeugte sowohl im Block als auch im Angriff und setzte immer wieder wichtige Akzente. Vor allem in den Sätzen drei und vier war Gastell ein stabilisierender Faktor und hatte großen Anteil daran, dass Mühldorf sein bestes Volleyball zeigte und das Spiel offener gestalten konnte.
Doch auch im vierten Satz reichte die Leistungssteigerung nicht zum Satzgewinn. In einer engen Phase fehlte den Innstädtern erneut die letzte Konsequenz, während Mimmenhausen abgeklärter blieb und den Satz knapp mit 25:23 für sich entschied und damit auch das Spiel.
Aus Mühldorfer Sicht ist die Enttäuschung groß. Gerade dieses Spiel wäre mit Blick auf den noch möglichen Klassenerhalt besonders wichtig gewesen. Stattdessen steht man nach einer schwachen Anfangsphase erneut unter Druck. Immerhin konnte auch Tabellennachbar Schwaig nicht punkten und somit beträgt der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz weiterhin vier Punkte.
Die nächste Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am Samstag, den 17.01., im ersten Heimspiel des neuen Jahres gegen Gotha in der Nutz Arena. Vor heimischem Publikum will die Mannschaft eine klare Reaktion zeigen und den Tabellenführer ärgern.
Leo Rester (Nr. 33) und Nikolai Gastell (Nr. 6) enttäuscht über die Niederlage trotz guter individueller Leistung.