Sieg im Bundespokal war „der perfekte Abschluss“

Von einer Jugendmannschaft, für die es in der dritten Liga eigentlich um nichts geht, zu einem Zweitliga-Team, das jede Woche um wichtige Punkte ringt. Diese Umstellung musste Mühldorfs Neuzugang Dominik Mürle im Sommer durchlaufen. Der 17-Jährige wechselte vom VCO München an den Inn, wo er bisher eine gute Entwicklung zeigt. Der TSV Mühldorf steht nach acht Spielen auf Platz sieben im Tabellenmittelfeld der 2. Volleyball-Bundesliga. „Ein sehr guter Saisonstart“, meint Mürle im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion. Zuletzt verloren die Innstädter mit 0:3 in Dachau. Mürle verpasste die Partie, da er mit der Bayern-Auswahl um den U18-Bundespokal spielte.


Nach dem viertägigen Lehrgang ging es am Donnerstag vor einer Woche nach Schwerin zum Bundespokal. Dort gewann die bayerische Auswahl um Mürle am Freitag die beiden Gruppenspiele gegen Mecklenburg-Vorpommern und den Nordwestdeutschen Volleyball-Verband. Am Samstag folgte das 2:0 gegen Hamburg im dritten Gruppenspiel, das 2:0 im Viertelfinale über Hessen und die Halbfinal-Partie gegen Baden-Württemberg. „Da hieß es im Vorhinein, dass Baden-Württemberg die stärkste Mannschaft beim Bundespokal ist“, erzählt Mürle.


Das bekamen die Bayern zu spüren: Im ersten Satz lag der BVV (Bayerischer Volleyball-Verband) mit 11:18 hinten. „Dann haben wir den Satz noch gedreht und den zweiten auch gewonnen. Das war ein geiles Spiel“, so Mürle. Damit standen Mürle und Co. im Finale. Erneut fanden die Bayern schlecht ins Spiel: Der erste Satz gegen den Westdeutschen Volleyball-Verband ging mit 11:25 glasklar verloren. Doch auch hier kämpfte sich der BVV zurück und krönte sich am Ende (25:21/16:14) zum Bundespokal-Sieger. Für Mürle war es die vierte – und altersbedingt letzte – Teilnahme an einem Bundespokal. „In den Jahren zuvor lief es nicht so gut, deswegen war das der perfekte Abschluss für uns alle“, freut sich der 17-Jährige.


Während das Kapitel Bundespokal mit dem Erfolg endete, steht Mürle noch am Anfang seiner Zeit bei Mühldorf in der 2. Bundesliga. Der Zuspieler fand sich im neuen Team schnell zurecht und bekam bisher viel Spielzeit. „Es war auf jeden Fall eine Umstellung. Beim VCO in der 3. Liga konnten wir ja nicht absteigen, hier geht es Woche für Woche um wichtige Punkte. Im Training hat jeder diesen Ehrgeiz, jeder will spielen und haut alles rein, deswegen ist das Niveau viel besser“, so Mürle.


In der heimischen Nutz-Arena ist der TSV in dieser Saison eine Macht: Drei Heimsiege feierte die Mannschaft von Yannick Klement, lediglich dem TuS Kriftel mussten sich die Mühldorfer zu Hause geschlagen geben. „Die Heimspiele machen schon Spaß. Da kommen immer viele Leute und die Trommeln sind schön laut in der Halle, das ist sehr geil. Das bin ich so nicht gewohnt“, staunt der Neuzugang über die Atmosphäre in der Nutz-Arena.


„Auch wenn wir zwei, drei Mal unglücklich Punkte liegen lassen haben, haben wir uns als Mannschaft deutlich verbessert. Ich finde, dass wir sehr gut zusammenspielen“ lobt Mürle seine neuen Mitspieler. Auch mit seiner persönlichen Leistung ist der 17-Jährige zufrieden. „Ich darf relativ viel spielen, darüber bin ich froh. Ich glaube, das läuft schon“, blickt Mürle positiv auf die restliche Saison. Zum Halloween-Derby gegen Grafing am Samstag um 19 Uhr in Mühldorf ist Mürle wieder dabei.

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