Gegen Botnang „brauchen wir alles“ – Aufsteiger mit viel Erfahrung gastiert am Inn
Mühldorf – Anders als in der Vorsaison hängen die Volleyballer des TSV Mühldorf nicht von Anfang an hinten drin. Nach fünf Partien in der 2. Bundesliga haben die Innstädter fünf Punkte auf dem Konto – zwei Siege, drei Niederlagen. Bei den Keiler Volleys Stuttgart, dem nächsten Gegner des TSV, sieht die Bilanz genau gleich aus.
Doch in der Tabelle trennt die beiden Kontrahenten ein ordentlicher Abstand. Während der TSV Platz neun belegt, stehen die Keiler Volleys vom ASV Botnang mit neun Zählern auf Rang vier. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die Partie am heutigen Samstag um 19 Uhr in der Mühldorfer Nutz-Arena gegen den Aufsteiger eine schwierige Aufgabe wird. „Da brauchen wir natürlich alles“, blickt Trainer Yannick Klement voraus. „Das ist zwar ein Aufsteiger, aber gleichzeitig ein Aufsteiger mit viel Erfahrung.“
Zwei deutliche Erfolge (3:1 in Karlsruhe, 3:0 gegen Friedrichshafen) stehen drei 2:3-Niederlagen gegenüber: Gegen Kriftel (102:105) und Leipzig (107:109), die beide bisher jedes Spiel gewannen, sowie Schwaig (107:104) verlor Botnang denkbar knapp. „Alle drei Außenangreifer – Moritz Zeitler und die Rauber-Brürder – haben schon zweite Liga gespielt und bringen da gut Power rein. Und da müssen wir dagegenhalten“, so Klement.
So wie vor einer Woche beim 3:2-Erfolg über Mömlingen. „Grundsätzlich war es super. Ich meine: Wir haben Punkte geholt, guten Volleyball und Kampfgeist gezeigt“, analysiert der Coach. „Trotzdem hadert man ein bisschen damit, wenn man zwei Sätze so deutlich gewinnt und dann ein bisschen einbricht. Wir hätten uns mit drei Punkten belohnen können“, ergänzt Klement.
Gegen die Stuttgarter kann der Mühldorfer Trainer beinahe aus dem vollen Kader schöpfen. „Bei einem Spieler habe ich (stand Freitag) noch keine abschließende Info und Moritz Schreiber hat sich ja gegen Mömlingen verletzt.“ Schreiber erlitt eine Fraktur am Mittelhandknochen und wir damit mindestens sechs Wochen ausfallen. „Das ist sehr schmerzhaft für uns. Er hat zuletzt eine gute Entwicklung gemacht und sehr stark gespielt.“
Ansonsten waren unter der Woche alle Mann an Bord. Das Training „war okay. Ich glaube, wir können noch ein bisschen Energie reinstecken“, fordert Klement. Um den erfahrenen Gegner mit starken Außenangreifern und großen Mittelblockern bezwingen zu können, braucht es eine Top-Leistung. Folgender Matchplan soll die Mühldorfer zum nächsten Heimsieg führen: „Wir müssen auf jeden Fall die Annahme gut halten, das ist das A und O. Und selber mutig aufschlagen, um die Bälle weg vom Netz zu halten. Dann hoffen wir, dass wir in der heimischen Halle wieder punkten können. Da haben wir bis jetzt immer ganz gut gespielt.“ Damit hat Klement recht: Zwei der drei Heimspiele in dieser Saison entschieden die Innstädter für sich – diese Bilanz soll heute Abend mit einem Sieg gegen Botnang verbessert werden.