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Mühldorf bleibt Tabellenführer – trotz Niederlage

Kein Durchkommen gegen das Schlangennest

Es war die Chance, die Tabellenführung auszubauen und sich gegen den Verfolger, den ASV Dachau, abzusetzen. Doch mit dem 1:3 der Mühldorfer Volleyballer gegen die „Black Mambas“ des TSV Eibelstadt am vergangenen Samstag bleibt der Kampf um die Tabellenspitze in der 3. Volleyball-Liga hochspannend.

Dass es ein schwieriges Spiel werden würde, war Trainer Jürgen Wöls klar: Das Hinspiel, das Mühldorf noch mit 3:1 für sich entscheiden konnte, fehlte den Eibelstädtern ihr angriffslustiger Diagonalspieler Felix Bendikowski. Der war aber, ebenso wie der spätere MVP der Partie, Lukas Spachmann, am Samstag am Start. Probleme bereitete den Mühldorfer zudem, dass sie mit nur einem Auswechselspieler Richtung Würzburg reisten. Angreifer Moritz Wöls war zwar mit dabei, hatte aber im Training mit Schulterproblemen zu kämpfen und konnte nicht eingesetzt werden. Ebenfalls pausieren musste David Fecko.

Dennoch, das Team hatte seine Hausaufgaben gemacht. Im ersten Satz ging die Strategie von Trainer Jürgen Wöls auf. Gute Aufschläge, der Block stand goldrichtig, die Angreifer brachten ihre Bälle durch: „Im ersten Satz haben wir alles richtig gemacht”, so sein Fazit. Folgerichtig ging der Satz mit 25:19 an die Innstädter.

Im zweiten Satz verkehrten sich die Vorzeichen. Ungenaue Annahmen verhagelten von Beginn an den Punktestand. Die Mühldorfer konnten ihr Spiel nicht aufbauen, fanden keine kreativen Lösungen. „Eibelstadt hat uns den Schneid abgekauft“, so Wöls. Die Eibelstädter hatten einen Lauf, machten wenig Eigenfehler und spielten mit hohem Aufschlagdruck. Die Franken legten sich ins Zeug, wehrten viele Angriffe der Mühldorfer ab. Der zweite Satz ging mit 17:25 klar an die Franken.

Problem erkannt, dennoch schaffte das Mühldorfer Team auch im dritten Satz nicht die Wende: „Wir haben zwar die Annahme in Summe etwas stabiler gebracht, trotzdem setzten uns die risikoreichen Aufschläge weiterhin zu“, so Trainer Jürgen Wöls. Die Mühldorfer waren permanent unter Druck und so ging Satz drei mit 21:25 ebenfalls an die Black Mambas.

Jürgen Wöls hatte wenig Möglichkeiten, für Abwechslung zu sorgen. Zuspieler Felix Schinko musste durchspielen und konnte jedoch die Bälle gut verteilen. Auch Neuzugang Johannes Kessler fügte sich gut ins Team, konnte aber auf der Diagonalposition gegen die starke Abwehrleistung der Eibelstädter nur wenige Bälle durchbringen. „Wir haben es einfach nicht geschafft, auch gegen einen Einmannblock den Ball auf den Boden zu bringen!“ gesteht Wöls.

Mit der Einwechslung von Moritz Schreiber, der für Patrick Brunner kam, sorgte Trainer Wöls zwar für Veränderung. Aber was dann folgte, war symptomatisch für das Spiel: Schreiber trifft einen Aufsteiger bombastisch gut, schießt aber den Abwehrspieler an, worauf der Ball den Mühldorfen hinten ins Spielfeld fällt. So gelang es Eibelstadt immer wieder, Abwehrbälle gut aufzubauen und den Punkt zu machen. Für die Mühldorfer war der Weg zum Punkt meist kräftezehrend und lang.

Dass dann auch kritische Schiedsrichterentscheidungen gegen Mühldorf fielen und Fabian Bartsch die gelbe Karte kassierte, war wenig hilfreich. So endete der vierte Satz mit 23:25.

Dass die Mühldorfer trotz Niederlage an der Tabellenspitze bleiben, liegt an der Schützenhilfe, die sie vom SV Schwaig bekamen. Die Schwaiger traten zeitgleich gegen den ASV Dachau an und bezwangen diesen mit 3:1. Somit ändert sich an der Tabellenführung erste einmal nichts.

Jetzt heißt es Mundabwischen und sich auf das kommende Wochenende konzentrieren. Da wartet der Doppelspieltag vor heimischem Publikum: Am Samstag, 19 Uhr, ist Anpfiff gegen Oelsnitz und am Sonntag, 16 Uhr, gegen München-Ost. enk

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