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KEINE KLARE KISTE

Mühldorf – Was mit Blick auf die Tabelle nach einer klaren Kiste aussah, war dann am Ende eine spannende Partie auf Augenhöhe, in der die Mühldorfer gegen den Spitzenreiter aus Karlsruhe hielten, was ihr Trainer Michi Mayer zuvor versprochen hatte: „Wir wollen uns gut verkaufen. Ich fürchte mich nicht.“

Dabei fing der erste Satz an, als hätten die Innstädter sehr viel Respekt vor dem Gegner: Mühelos ging der haushohe Favorit mit 13:7 in Führung. Doch nach und nach u nterhielten die Mühldorfer die Zuschauer immer mehr mit starken Aktionen: Kilian Nennhuber platzierte den Ball gefühlvoll in bester Beacher-Manier unerreichbar in die richtige Ecke, Fabian Bartsch gelangen kraftvolle Angriffe und Tom Brandstetter servierte stark.

So schmolz der Vorsprung der Gäste und die Mühldorfer arbeiteten sich auf 13:15 heran. Am Ende waren es ein paar Eigenfehler zu viel und aufgedrehte Karlsruher, bei denen alles rund lief, und die ihre Angriffe ein ums andere Mal ins gegnerische Feld zimmern konnten. Mit 19:25 ging der erste Satz an die Baden Volleys.

Ganz anders der Start im zweiten Satz: Unbeeindruckt, beherzt und frech agierten die Mühldorfer Spieler. Lauritz Jastrow stopfte den Ball in den gegnerischen Briefkasten, sprich zwischen den Blockspielern und der Netzkante. Paul Koch stabilisierte die Annahme, so dass nicht nur die Baden Volleys, sondern auch Fabian Bartsch, Tom Brandstetter und Kilian Nennhuber brachiale Angriffe in Punkte umsetzen konnten.

Alles lief rund – bis zum Spielstand von 13:8. Die Karlsruher erholten sich schnell, machten sich an die Aufholjagd. So battelten sich beide Teams auf Augenhöhe. Doch auch die Mühldorfer ließen nicht nach. Am Ende war es Lauritz Jastrow, der mit einem frechen Ass den Satz mit 25:22 nach Hause holte.

Gegen den Tabellenersten einen Satz zu gewinnen, bringt zwar keine Punkte, war aber spürbar Balsam für die Spielerseelen. Und so spielten auch im dritten Satz die Mühldorfer mit viel Spielwitz und sichtbarer Lust auf Volleyball. Beim 10:7 deutete der Karlsruher Trainer, Antonio Bonelli, seinem Kapitän, Jens Sandmeier, an, er möge sich bereithalten. Der Angreifer mit brutaler Durchschlagskraft war bis dahin noch gar nicht in Erscheinung getreten. Frisch eingewechselt nagelte er auch gleich mal einen Angriffsball ins Feld und sorgte so beim Stand von 13:12 für den Ausgleich.

Doch das ließ Fabian Bartsch unbeeindruckt. Schön respektlos gewann er ein Duell gegen den Hünen und serviert gleich noch ein Ass hinterher. Alex Brandstetter setzte mit einem Zuspielertrick noch einen Punkt obendrauf und schon hatten sich die Mühldorfer mit 16:13 leicht abgesetzt. Doch abermals zogen die Baden Volleys nach. Am Ende ging der spannende Satz mit 25:23 an die Gäste aus Baden.

Aber von Aufgeben war im vierten Satz nichts zu spüren. Auch der blieb sehenswert. Es gab starke Paraden in der Abwehr, unter anderem von Jugendspieler Felix Schinko, die keinen Zweifel daran ließen, dass hier um jeden Ball gekämpft wird, und einen traumhaften Block von Fabian Bartsch. Doch beim Spielstand 13:14 wechselte das Momentum die Seite. Unter anderem sorgten ein paar Schiedsrichterentscheidungen auf Mühldorfer Seite für Unruhe.

Dass Michi Mayers nach wie vor positiver Blick auf die Mannschaft und Aussagen wie „Ich fürchte mich nicht. Auch nicht vor so einer brutal guten Mannschaft wie dem SSC Karlsruhe, die in der kommenden Saison in der ersten Liga aufschlagen wollen. Wir haben eine tolle Mannschaft“, richtig liegt, bestätigte am Ende der Partie selbst der gegnerische Trainer Bonelli: „Die Mühldorfer spielen gutes Volleyball.“ Und mit Blick auf den Tabellenstand: „Sie verkaufen sich in dieser Saison definitiv unter Wert.“

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