Im fünften Anlauf endlich wieder ein Sieg?

Vier Niederlagen in Folge. Seit dem 16. Januar nicht mehr gewonnen. Das zermürbt. Umso wichtiger ist es nun für die Volleyballer des TSV Mühldorf, in der 2. Volleyball-Bundesliga zu punkten, um in der Tabelle den Anschluss zur vorderen Hälfte nicht zu verlieren. Die Chancen stehen nicht schlecht. Denn am Samstag geht es gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Dresden. 23 Zähler haben beide auf dem Konto, Mühldorf jedoch hat ein Spiel weniger absolviert. Das Hinspiel gewann Mühldorf mit 3:1.

Beide Seiten waren zuletzt nicht von Ausfällen verschont geblieben, teilweise coronabedingt, teilweise aufgrund von Verletzungen. Sowohl auf Dresdener, als auch auf Mühldorfer Seite war Improvisationsgeschick gefragt, um überhaupt zu den Spielen antreten zu können. Umso überraschter zeigt sich Mühldorfs Cheftrainer Heiko Roth über die beachtlichen Ergebnisse der Dresdener in den zurückliegenden vier Spielen. Dass die Sachsen gegen Topteams wie Schwaig (2:3) und Mimmenhausen (2:3) mithalten konnten und jeweils zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen konnten, lässt Mühldorfs Coach aufhorchen. Selbst das 1:3 der Dresdener gegen den Tabellenzweiten aus Hammelburg nötigt Mühldorfs Trainer Respekt ab. „Einen Satz gewonnen und im vierten mit 24:26 knapp den Punktgewinn verpasst. Das zeugt von der Qualität einer Mannschaft, die noch dazu ersatzgeschwächt aufgetreten ist“, würdigt Roth die Leistung des Auswärtsgegners am Samstagabend um 20 Uhr im Volleydome an der Bürgerwiese.

Wie Dresden war auch Mühldorf war zuletzt corona-bedingt nicht von Quarantäne-Maßnahmen verschont geblieben. Mehr Kopfzerbrechen bereiten dem Trainer Heiko Roth aber die Verletzungen fernab der Pandemie. Außenangreifer Fritz Vähning fällt wegen seiner schwerwiegenden Knieverletzung weiterhin aus. Und so war es ein Schockmoment, als auch Außenangreifer Fabian Bartsch am vergangenen Freitag im Training umgeknickt ist und am Wochenende mit Krücken unterwegs war. „Reine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Bartsch. Mitte der Woche schon war von einer Verletzung nichts mehr zu sehen. Bartsch griff am Mittwoch wieder voll an, trainierte nach Angaben seines Coaches ohne Einschränkungen. Entsprechend zuversichtlich blickt Roth auf die Partie am Samstag, in der er sich einen Sieg wünscht, nachdem die Mühldorfer zuletzt glücklos geblieben waren, weil die Durchschlagskraft am Netz gefehlt hatte. Zuletzt war das beim Spiel vor zwei Wochen gegen die „Blue Volleys“ aus Gotha in der Mühldorfer Nutz-Arena der Fall, als die Mühldorfer einfach kein Rezept gegen die langen Blockspieler gefunden haben.

Die Marschrichtung der Mühldorfer ist klar: Acht Spiele stehen bis zum Saisonende noch an – mindestens zwölf Punkte sollen dabei noch auf das Konto fließen, wenn der TSV viermal Gastgeber in der Nutz-Arena sein wird. Mit Friedrichshafen (5. März), Mainz (13. März), Grafing (9. April) und Leipzig (16. April) kommen dabei durchaus lösbare Aufgaben auf die Mühldorfer zu, die aber auch noch gegen das Topteam aus Mimmenhausen ran müssen. Zum Saisonfinale geht es am 23. April nach Schwaig.

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