Gegen den haushohen Favoriten

Mühldorf – Erst Friedrichshafen, dann der Tabellenzweite aus Schwaig. Die Mühldorfer Mannschaft ist an diesem Wochenende geordert. Start dezimiert treten die Mannen um Cheftrainer Heiko Roth am Sonntag um 16 Uhr in der Nutz-Arena in Mühldorf gegen den SV Schwaig an.

Und das ausgerechnet an einem Wochenende, an dem Wiedergutmachung angesagt wäre, nachdem die Mühldorfer in der vergangenen Woche gegen den Vorletzten aus Grafing nicht über ein 2:3 hinausgekommen waren. Immerhin einen Punkt nahmen die Innstädter zwar mit nach Hause. „Doch da wäre natürlich mehr drin gewesen“, trauert auch Cheftrainer Heiko Roth dem leichtsinnig vergebenen Sieg hinterher. Mühldorf hatte zur rechten Zeit nicht den Sack zugemacht, nachdem man bereits mit einem Satz in Führung lag und auch schon 18:14 im zweite Durchgang geführt hatte. Dann aber war der Faden gerissen,Mühldorf tat sich in der Folge ziemlich schwer, Fabian Bartsch hatte nicht seinen besten Tag erwischt und auch die Abwehr und Annahme schwächelte. Am Ende jubelten die „jungen Wilden“ aus Grafing.

„Mund abwischen und nach vorne schauen“, sagt Trainer Roth, will diese schmerzliche Niederlage am liebsten hinter sich lassen, hat aber natürlich die Schwächen gegen Grafing in den Fokus gerückt bei den Trainingseinheiten. „Es sind uns zu viele geworfene Bälle ins Feld gefallen. Das darf einer Zweitligamannschaft nicht passieren. Nicht in dieser Häufigkeit!“ Und so habe man bewusst an diesen Stellschrauben gedreht, um gegen die Zweiten aus Schwaig zu bestehen.

Die Schwaiger bilden aktuell die Mannschaft der Stunde. Zuletzt sechs Siege in Folge, jedes Mal drei Punkte sprechen da Bände. Das katapultiert die Schwaiger auf Rang zwei in der Tabelle. Roth ist also taktisch gefordert, wenn er wertvolle Punkte einsacken will.

Dass der SV Schwaig am Sonntag der haushohe Favorit ist, daran lässt Roth keine Zweifel. Da hilft auch kein Blick auf die Ergebnisse aus der zurückliegenden Saison, als die Mühldorfer zweimal sensationell mit 3:0 gewonnen hatten. Roth hat dabei einen Spieler besonders im Fokus: „Florian Tafelmayer ist nach seiner Verletzung wieder zurück im Team. Für mich einer der besten Schwaiger“, rechnet Roth mit entsprechendem Druck im Angriff der Schwaiger. Große Stücke hält Roth auch auf den Zuspieler der Schwaiger, Moritz Gärtner, der mit seinen erst 20 Jahren schon einige Male in dieser Saison auf sich aufmerksam gemacht hat (zweimal MVP). „Und dann gibt es natürlich auch noch Milan Maric. Der ist als Trainer ein echter Fuchs!“, weiß Roth.

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