Ex-Profi kommt an den Inn

Mittelblocker und Ex-Nationalspieler Iven Ferch wechselt zu Mühldorf

Mühldorf – Für die bevorstehende Saison in der 2. Bundesliga haben sich die Volleyballer vom TSV Mühldorf auf der Mittelblock-Position ordentlich verstärkt. Mit Iven Ferch kommt ein erfahrener Ex-Bundesliga- und Nationalspieler an den Inn.

Der 28-Jährige ist in Mühldorf geboren und spielte in der Jugend schon beim TSV. „Ich war immer eng verwurzelt und hatte eigentlich regelmäßig Kontakt nach Mühldorf“, erzählt Ferch im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion.
Der 2,08 Meter große Mittelblocker studiert Grundschullehramt und kann den Aufwand, in der Bundesliga zu spielen, nicht mehr stemmen. „In Herrsching haben wir zum Teil zehnmal die Woche trainiert“, schildert der Ex-Profi.

Bis 2014 spielte Ferch in den Mühldorfer Jugendmannschaften und wechselte dann zum VC Olympia Berlin, wo er mit dem Nachwuchsteam in der Bundesliga spielte und in der Folgesaison bei den Herren in der 2. Bundesliga an den Start ging. 2016 wechselte er zum Erstligisten Netzhoppers Königs Wusterhausen, 2019 folgt der Transfer nach Herrsching, ab 2023 trug er das Trikot des ASV Dachau – immer in der ersten Bundesliga. 2022 wurde er sogar für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert. Nun ist aber Schluss mit dem Profi-Dasein und die berufliche Ausbildung hat Vorrang: „Es ist zeitlich einfach nicht möglich Vollprofi und Grundschullehramt-Student gleichzeitig zu sein. Und mit 28 kommt man nicht noch mal in die A-Nationalmannschaft, das muss man sich auch eingestehen. Von dem her war Mühldorf für mich jetzt eine richtig gute Option“, erklärt Ferch seinen Wechsel. Für den 28-Jährigen war es „kein riesengroßer Unterschied“, ob der TSV in der zweiten oder dritten Liga spielen würde. „Ich mache das sozusagen auch als Dank für Mühldorf. Der TSV hat mir lange viel gegeben und ich möchte ein bisschen von dem, was ich gelernt und erfahren habe, weitergeben.


Für den Ex-Profi ist es im Training eine Umstellung, dass Spieler hin und wieder beruflich fehlen. „Es ist natürlich nicht so wie im Profiteam, wo halt zwölf Leute jedes Training zusammen absolvieren. Aber in Mühldorf machen wir mit dem Yannick (Klement, Trainer) sehr viel gute Arbeit“, erklärt Ferch und führt aus: „Wenn von zwölf Spielern drei nicht da sind, füllen wir von unten auf. Und da haben wir einen ziemlich guten breiten Kader.“


In knapp einem Monat startet die neue Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga. Das Auftaktspiel der Innstädter steigt am 12. September um 19.30 Uhr zu Gast beim SV Schwaig. Mühldorfs neuer Mittelblocker setzt sich als Ziel, „dass wir anfangs sehr stark reinstarten und versuchen, auf jeden Fall die Liga zu halten. „Wenn wir uns irgendwo auf dem sechsten oder siebten Platz einsortieren, dann sind wir, denke ich, sehr zufrieden“, verrät Ferch. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft und wenige von denen bereits Zweitligaerfahrung. Aber ich glaube, wir haben mit dem Yannik einen Coach, der uns da auf jeden Fall noch einiges beibringen kann. Und wenn jeder ein klares Ziel vor Augen hat und auch realistisch an die Sache rangeht, dann haben wir wirklich gute Chancen, als Team richtig gute Leistungen zu bringen“, sagt der Mühldorfer Neuzugang Iven Ferch abschließend.

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