Sieben Spiele, drei Siege, neun Punkte. Der TSV Mühldorf ist mit einer zufriedenstellenden Bilanz in die Saison der 2. Volleyball-Bundesliga gestartet. Nun stehen allerdings schwierige Partien im Kalender. Daher müssen die Innstädter aufpassen, dass sie in der Tabelle nicht abrutschen. Das bevorstehende Programm hat es in sich: Dachau, Grafing, Eltmann und Gotha. „Wir haben sozusagen die großen Brocken der Liga vor uns“, sagt Mühldorfs Trainer Yannick Klement im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion. „Da wird es natürlich schwer, zu punkten“, ergänzt der 34-Jährige mit Blick auf das Gastspiel in Dachau am heutigen Samstag um 19 Uhr.
Der ASV Dachau belegt in der Tabelle den vierten Platz. Bisher gewann das Team aus dem Münchner Norden vier seiner fünf Partien. Dabei zeigt sich eine klare Tendenz: Nach der Auftaktniederlage in Leipzig siegte der ASV viermal in Folge in der heimischen Georg-Scherer-Halle. Dass die Hausherren gegen Mühldorf als Favorit in die Partie gehen werden, ist dem TSV-Coach bewusst: „Wir gehen mit viel Motivation in das Spiel und nehmen unsere Außenseiterrolle wahr, sind mutig.“ Zuletzt mussten sich die Innstädter in Dresden knapp geschlagen geben, holten beim 2:3 immerhin einen Punkt. „Zwei Punkte wären auf jeden Fall drin gewesen. Wir haben in Dresden gezeigt, dass wir punkten können und wenn wir am Schluss das letzte i-Tüpfelchen an Konsequenz reinlegen, dann geht auch noch mehr“, ergänzt Klement.
Mehrere erstligaerfahrene Spieler beim ASV Dachau
Doch Dachau ist ein starker Gegner. „Es wird brutal schwer, ein Team gespickt mit erstligaerfahrenen Spielern: Zwei Außen, ein Zuspieler, ein Mittelblocker und ein Libero – alle aus der ersten Liga. Da wird es natürlich nicht leicht“, analysiert Klement den Kader des heutigen Gegners. „Das A und O ist, dass wir die Annahme sauber kriegen. Gerade die beiden Aufschläger Marcus Rupprecht und Tobias Besenböck müssen wir kontrolliert bekommen, dann ein bisschen das Zuspiel von Luca Russelmann lesen können.“
Die Personalsituation in Mühldorf sieht bestens aus: Abgesehen von Moritz Schreiber, der weiter wegen eines Mittelhandbruchs ausfällt, und Dominik Mürle, der am Wochenende mit der Bayernauswahl beim Bundespokal ist, sind alle Mann mit am Start. „An dieser Stelle wünsche ich Dominik viel Erfolg“, so Klement. Fabian Wagner und Iven Ferch sind dafür wieder dabei und Neuzugang Patrick Pfeffer hat trotz einer Fingerverletzung trainiert, ist auch am Samstag in Dachau eine Option. „Deswegen sind wir ganz guter Dinge“, fasst der Trainer die personelle Situation zusammen.
Klement berichtet über eine sehr gute Trainingswoche in der Mühldorfer Halle, deren Decke ähnlich niedrig ist, wie in Dachau. „Das Thema Decke wird auf jeden Fall wieder öfter zustande kommen“, meint Klement. Für die Mühldorfer steht also eine schwierige Auswärtspartie bevor. Dennoch haben die Innstädter in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass sie mit den Top-Mannschaften der Liga durchaus mithalten können. „Klar, die Favoritenrolle ist bei Dachau, aber wir haben ja auch ein paar Dachau-Veteranen, würde ich jetzt mal sagen. Ich denke da an Patrick Pfeffer und Iven Ferch. Ich glaube, sie sind top-motiviert, gegen Dachau zu spielen“, so Klement.