Klappt es im vierten Versuch mit dem ersten Erfolg in der Fremde? Die Auswärtsspiele hatten die Mühldorfer Zweitliga-Volleyballer bisher in der laufenden Saison und alle gingen verloren. Am heutigen Samstagabend schlägt der TSV zu Gast beim VC Dresden um 19 Uhr im Volleydome Bürgerwiese auf. „Wir haben einen großen Gegner vor uns“, warnt Mühldorfs Coach Yannick Klement im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion.
Die Sachsen beendeten die Vorsaison auf Rang drei und mussten sich im Halbfinale dem späteren Meister – den Blue Volleys Gotha – geschlagen geben. In dieser Saison läuft es allerdings gar nicht: Von vier Partien gewann der VC lediglich das Auftaktspiel gegen Grafing. Danach setzte es in Eltmann (1:3), gegen Gotha (0:3) und in Regensburg (0:3) klare Niederlagen. So belegen die Dresdener derzeit Rang zwölf. „Sie hatten einen schwachen Saisonstart, deswegen hoffen wir einerseits, dass wir da punkten können. Andererseits muss man fairerweise sagen, die sind natürlich jetzt gerade nach dem völlig überraschenden 0:3 in Regensburg wahrscheinlich extra motiviert“, vermutet Klement.
Der VC Dresden entschied alle vergangenen Duelle gegen Mühldorf in der eigenen Halle für sich. In Mühldorf hatten die Innstädter allerdings zweimal die Nase vorn. Also geht es einmal mehr darum, die Heimstärke nun mit nach Sachsen zu nehmen.
Die Spielvorbereitung ist jedenfalls optimal: Nach dem Abschlusstraining am Freitag ging es mit dem Bus nach Plauen, wo das Team übernachtete. Am Samstagvormittag steht das Vormittagstraining in der Halle in Oelsnitz an, bevor der TSV nach Dresden zum Zweitliga-Match fährt. Nach dem Spiel geht es wieder nach Plauen. „Dann müssen wir nicht bis vier Uhr nachts Autofahren und können entspannt am Sonntag heimfahren“, erklärt Klement, der weiß: „Das ist eine professionelle Anreise. Hoffen wir mal, dass uns das den erwünschten Erfolg bringt.“
Im Mühldorfer Kader gibt es eine kleiner Veränderung: Unter der Woche wurde Mittelblocker Patrick Pfeffer verpflichtet, den der TSV in Dresden direkt gebrauchen kann. Moritz Schreiber verletzte sich ja im Heimspiel gegen Mömlingen und Iven Ferch ist am Wochenende verhindert. „Der Ausfall von Moritz ist nach wie vor ärgerlich. Iven ist am Samstag auf einer Hochzeit und wird ein letztes Mal fehlen“, so Klement. Dennoch ist der TSV-Coach zuversichtlich: „Wir haben gut trainiert die Woche und haben hoch motivierte Jungs.“
Das Dresdener Team habe sich laut Klement nicht groß verändert. Mit „ein, zwei neuen Spielern sind so tendenziell sogar stärker als letztes Jahr.“ Auch wenn sich das in der aktuellen Saison anhand der Ergebnisse noch nicht erkennen lässt, warnt Klement vor dem heutigen Gegner, ist sich aber gleichzeitig um die Stärke seiner Mannschaft bewusst. „Wie gesagt, Dresden starker Gegner, aber wir haben jetzt gezeigt, wir können da mitspielen und jetzt wollen wir uns natürlich auch auswärts mal Punkte holen. Das ist das absolute Ziel. Bis jetzt sind wir daheim ein starkes Team und jetzt zählt’s, auch auswärts zu punkten“, fordert der 34-Jährige.