Mühldorf – Letztes Wochenende sind die Mühldorfer Volleyballer knapp am ersten Auswärtssieg der laufenden Saison in der 2. Bundesliga vorbeigeschrammt. Am heutigen Samstag bekommt der TSV die nächste Chance auf Punkte in der Fremde – und wieder geht es gegen einen direkten Tabellennachbarn. Heute gastieren die Mannen aus der Innstadt in der Spacetech-Arena in Friedrichshafen, Anpfiff ist um 16 Uhr.
Bei der knappen 2:3-Niederlage in der Verlängerung beim SV Schwaig zeigte sich wieder das Problem, das die Mühldorfer in dieser Saison ständig begleitet: die fehlende Konstanz. Einzelne Sätze dominiert das Team von Mateusz Zarczynski stark, schafft es aber nicht, diese Qualität über die gesamte Spieldauer aufrecht zu erhalten. „Wir machen unsere Arbeit nicht zu Ende“, kritisiert Zarczynski, der mit der Leistung seiner Mannschaft jedoch zumindest teilweise hoch zufrieden war: „Phasenweise sieht man unser großes Potenzial – jetzt müssen wir lernen, dieses Niveau über das ganze Spiel zu halten.“
Der TSV Mühldorf liegt in der Tabelle auf dem vorletzten Platz mit fünf Punkten aus neun Partien. Die Volley YoungStars Friedrichshafen stehen einen Rang davor und haben wie Mühldorf bisher zweimal gewonnen. Das Team vom Bodensee hat allerdings sechs Zähler auf dem Konto und erst sieben Spiele absolviert. „Das ist eine sehr junge Mannschaft. Ich denke aber, dass sie talentierter ist, als Frankfurt. Sie haben wirklich große Diagonalspieler und einen guten Angriff“, warnt der Mühldorfer Coach. Am vergangenen Wochenende besiegten die Friedrichshafener den Achtplatzierten TSV Mimmenhausen mit 3:1 – laut Zarczynski überraschend – und kletterten so vor den TSV Mühldorf. Nach dem Duell am Samstag soll die vorherige Tabellenkonstellation wiederhergestellt sein. Dazu braucht es allerdings die nötige Konstanz im Spiel der Innstädter.
Im Kader der Mühldorfer gibt es beim zehnten Saisonspiel keine Veränderungen. Neuzugang Mark Gumenjuk befindet sich nach wie vor in der Reha und arbeitet hart an seinem Comeback. „An sich kann ich mich gut bewegen, bei Sprüngen habe ich aber noch Schmerzen“, verrät der 25-Jährige im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion. Der 1,96 Meter große Mittelblocker kam mit einer Verletzung am Sprunggelenk vom Erstligisten TSV Unterhaching an den Inn. „Bis ich wieder voll einsatzfähig bin, dauert es wohl noch ein bisschen“, bedauert Gumenjuk. Schließlich ist das Springen vor allem als Mittelblocker die wichtigste Komponente. „Ich muss Rücksprache mit den Physios und Ärzten halten. Dieses Wochenende wird es nichts“, ergänzt er. Doch ganz ausgeschlossen ist ein Kurzeinsatz vom Neu-Mühldorfer nicht: „Vielleicht reicht es ja für den ein oder anderen Aufschlag.“